Kopenhagen 2009

Beim Weltklimagipfel in Kopenhagen ging es um viel: die Rettung des Weltklimas, sagen die Befürworter - die Installation eines weltweiten Kohlenstoffmarktes, der zu Spekulationsgewinnen, neokolonialen Verhältnissen und keinerlei wesentlicher Reduktion des globalen Treibhausgasausstosses führen wird, sagen die Gegner. Die Mobilisierung zum Gipfel war die grösste in der Geschichte der UNFCCC, und es herrschte keineswegs Einigkeit über Ziele, Inhalte und Forderungen.

Auch La Via Campesina mobilisierte nach Kopenhagen, und damit hatte die globale Landwirtschaft eine prominente Stellung bei den Protesten, auch aber nicht nur beim Landwirtschaftsaktionstag am 15.12.

Details zu Vorbereitung und Mobilisierung findet ihr auf der Archivseite Kopenhagen und Landwirtschaft.

Die Aktionen in Kopenhagen waren geprägt von den willkürlichen Massenverhaftungen, und dem streckenweise sehr brutalen Agieren der Polizei, sowie deren „zero-tolerance“ Konzept. Die Proteste mit Landwirtschaftsbezug liefen vergleichsweise ungestört und freundlich ab. Der Aktionstag am 15. wurde von vielen Seiten sogar als der „einzig vernünftig vorbereitete“ gelobt, und war mit seinen vielfältigen inhaltlichen Stationen und bunten Aktionen trotz relativ geringer Teilnehmerzahl sehr gelungen. Das Thema Ernährungssouveränität war auf jeden Fall deutlich präsent, schon durch die vielen Aktivisten aus dem globalen Süden, für die dieses Thema sehr zentral ist, selbst wenn sie nicht direkt aus bäuerlichen Vereinigungen kommen. Bei der Aktion „Reclaim Power“ am Mittwoch haben dann allerdings nicht zuletzt genau diese Aktivisten die polizeiliche Repression deutlich zu spüren bekommen, als sie versuchten, von drinnen und draussen zur „peoples assembly“ am Konferenzgebäude zu gelangen.

Ein paar links zu Aktionen:

Video vom 15.12. vorm Klimaforum (FOEI)

Video von der Demo mit Kommentaren von Naomi Klein